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Ronald van de Langenberg
Life Settlement Consultant
Arnhemsestraat 94
6794 AL Leuvenheim,
Nederland

Tel: +31 - 624 486 892
Mob: +31 - 624 486 892
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Terminologie


Life Settlements
Life Settlements sind im Grunde Vertragsübernahmen, wobei der Käufer die Versicherungspolice von einem Verkäufer übernimmt und Begünstigter des versicherten Betrages wird. Der Verkäufer ist häufig der Versicherte oder dessen Familie oder Trust.

Viatical Settlement
Viatical Settlements sind im Grunde Life Settlements. In diesem Fall betrifft es jedoch Policen ernsthaft erkrankter Menschen. Als Faustregel gilt, dass man von einem Viatical Settlement ab einer Lebenserwartung von 24 Monaten oder weniger sprechen kann. Hiermit schließt man sich der Bestimmung des HIPAA-Gesetzes aus dem Jahre 1996 an.

Broker
Ein Policenmakler. Ein „Broker" ist derjenige, der den Verkäufer einer Police vertritt. Der Verkäufer ist in den meisten Fällen der Versicherte, dessen Familie oder ein Trust. Der Begünstigte muss übrigens nicht in allen Fällen der Eigentümer sein. In den meisten Staaten benötigt ein Broker eine Lizenz, um Einzelpersonen beim Verkauf ihrer Police begleiten zu dürfen. In diesen Staaten ist der Broker gesetzlich verpflichtet, die Interessen des Verkäufers wahrzunehmen.

Anbieter
Ein Anbieter von Policen. Ein „Provider" vertritt den Käufer einer Police. In den meisten Staaten benötigt ein Anbieter eine Lizenz, um Einzelpersonen beim Erwerb ihrer Policen begleiten zu dürfen. In diesen Staaten ist der Anbieter gesetzlich verpflichtet, die Interessen des Käufers wahrzunehmen. Der Anbieter kümmert sich deshalb selbst um die nötige „due diligence", bevor er eine Police den „financing entities" vorlegt.

Financing entity (Finanzier)
Der eigentliche Anleger in Policen. Die „financing entity" ist die Partei, die die Police über den Anbieter entweder für sich selbst oder im Namen von Kunden kauft. „Financing entities" sind häufig Fonds oder Vermögensverwalter.

Escrow agent (Treuhänder)
Ein „escrow agent" ist ein unabhängiger Experte, der unter der Aufsicht einer Berufsorganisation steht, wie z. B. Juristen und Notare. Der Treuhänder verwaltet Geldmittel oder Interessen Dritter „in escrow", was soviel wie Sicherheitshinterlegung bedeutet. „Escrow agents" erfüllen in den Vereinigten Staaten eine wichtige Funktion im Geschäftsleben und demzufolge auch in der Life Settlement-Branche.

„Escrow agents", die in der Life Settlement-Branche tätig sind, sind im allgemeinen Experten im Bereich der Ausführung formaler (nicht inhaltlicher) juristischer Kontrollen bei der Übertragung einer Police. Die Rolle eines „escrow agents" kann man am besten mit der eines Notars bei einem Hausverkauf vergleichen. Insbesondere betrifft dies die Verwahrung des Kaufbetrages bis er festgestellt hat, dass die Police tatsächlich überschrieben wurde, die Begünstigung geändert und alle juristischen Forderungen erfüllt wurden.

Da sich die Tätigkeitsbereiche des Anbieters, des escrow agents und des Fondsverwalters in vielerlei Hinsicht überschneiden, wird der „escrow agent" im Kaufprozess häufig übergangen. Die Anwesenheit eines „escrow agents" für z. B. die rechtzeitige Zahlung der Prämien nach dem Erwerb der Police ist jedoch eine zusätzliche Sicherheit.

Medical Underwriter
Mit dem Begriff „medical underwriters" werden in der Life Settlement-Branche häufig die Gesellschaften bezeichnet, die im Auftrag ihrer Kunden (sowohl Verkäufer wie auch Käufer von Life Settlement-Produkten) auf der Grundlage von Angaben des Versicherten (u. a. Krankengeschichte und soziale Lebensumstände), eine Einschätzung treffen im Hinblick auf die noch zu erwartende verbleibende Lebensdauer (die sog. „life expectancy").

Life expectancy ("LE", Lebenserwartung)
Die Lebenserwartung ist eine Angabe der erwarteten verbleibenden Lebensdauer einer statistisch relevanten homogenen Gruppe Menschen mit ähnlichen Kennzeichen wie der betroffene Versicherte.

Die Lebenserwartung ist somit eine statistische Angabe, die erst dann relevant wird, wenn die Gruppe der Versicherten groß genug ist, um statistisch relevant zu sein.

Mehr über Lebenserwartungen...

Rückversicherung (lese: WARNUNG)
Mit Rückversicherern werden Unternehmen bezeichnet, die direkt oder einige Jahre nach Ablauf der Lebenserwartung gegen Bezahlung einer Prämie das Risiko auf ein langes Leben übernehmen, sodass Ihre Rendite garantiert ist. Falls ein Anbieter von einer Rückversicherung schwadroniert, empfehlen wir Ihnen dringend, die zugrundeliegenden Dokumente anzufragen, die Authentizität zu überprüfen und die Solvabilität des Garantiegebers zu untersuchen. Im allgemeinen: Hände weg!

Internal rate of return ("IRR", interner Zinsfuß)
Der IRR ist ein mathematischer Wert und betrifft im Grunde den internen Zinssatz des Produktes. Bei der Preisbestimmung und Berechnung der erwarteten Rendite wird allgemein mit dem IRR gerechnet. Häufig liegt der erwartete IRR für den Kunden zwischen 9 % und 12 %, je nach Produkt. Dieser wird in seinen Grundzügen wie folgt berechnet:(Ertrag / Investition) hoch (1/n), wobei „n" die Laufzeit in Jahren angibt. Hierfür wird in der Regel die Lebenserwartung verwendet.

Contestability Periode („Anfechtbarkeitsperiode")
Unter der "contestability"-Periode versteht man den Zeitraum, in welchem der Versicherer das Recht hat, den Versicherungsvertrag noch zu annullieren. Dies kann eintreten, wenn auf dem Antragsformular falsche oder unvollständige Angaben ausgefüllt wurden. Falls eine Person vor Ablauf der Anfechtbarkeitsperiode stirbt, ist die Wahrscheinlichkeit reell, dass der Versicherer die Police erst gründlich untersuchen wird, bevor er einer Ausschüttung zustimmt. Der Anfechtbarkeitszeitraum beträgt im allgemeinen zwei Jahre. Der Zeitraum, in dem eine Ausschüttung im Falle von Selbstmord ausgeschlossen ist, beträgt im allgemeinen auch zwei Jahre. Diese Termine können jedoch je nach Versicherer oder Vertrag variieren.

HIPAA-Gesetzgebung
Im Jahre 1996 wurde die HIPAA-Gesetzgebung durch den amerikanischen Kongress angenommen. Verschiedene niederländische Anbieter bezeichnen dieses Gesetz auch als den sog. „Clinton-Act". Dies ist jedoch keine korrekte Bezeichnung. Präsident Clinton unterschrieb zwar das Gesetz, jedoch war zu keinem Zeitpunkt die Rede von einem Gesetz, das Life Settlements legitimierte. Vom juristischen Standpunkt aus wurde die freie Übertragung von Lebensversicherungen im Jahre 1911 durch den Obersten Gerichtshof im Grigsby-Urteil legitimiert. In der HIPAA-Gesetzgebung, die im Prinzip eine Überarbeitung der Gesundheitskosten behandelt, ist im Anhang eine Bestimmung aufgenommen, die es schwer erkrankten Menschen ermöglicht, die Erträge ihrer Lebensversicherungen steuerfrei zu genießen, solange sie diese Mittel für ihre Krankenpflege einsetzen. Da die meisten Anbieter anführen, nicht mit „viaticals" (schwer erkrankten Menschen) zu handeln, ist dieser Hinweis unnötig verwirrend.

Die HIPAA-Gesetzgebung hat übrigens durchaus Folgen für den Handel mit Life Settlements. Als Folge dieses Gesetzes müssen vor der Einsicht in medizinische Informationen über den Versicherten zusätzliche Sicherheits- und Ausweispflichten erfüllt werden.

Premium financing („Prämienfinanzierung")
Der Begriff „Premium Financing" bezeichnet das Phänomen, dass Anleger direkt oder kurz nach Abschluss einer Police eine Vereinbarung mit dem Versicherten treffen, wobei der Anleger die Prämie bezahlt. Gleichzeitig wird jedoch vereinbart, dass der Versicherte nach Ablauf der Anfechtbarkeitsperiode die Police verkauft. Der Versicherte erhält eine Vergütung und der Anleger profitiert von der Wertsteigerung, die die Life Settlement-Branche der Police zuerkennt.

STOLI (STROLI/IOLI/SILI)
„Stranger Owned Life Insurance" oder „Investor owned life insurance" (Lebensversicherung auf Namen eines Investors). SILI bedeutet „Stranger Initiated Life Insurance" (Lebensversicherung, die von einem Unbekannten ursprünglich ausgeschrieben wurde). Siehe hierzu auch unter „Premium financing". In diesem Zusammenhang stoßen Sie auch auf Begriffe wie „BOLI" (Bank als Eigentümer) und andere Varianten.


PARTEIEN

Life Insurance Settlement Association („LISA")

Die Life Insurance Settlement Association (frühere Bezeichnung: „Viatical and Life Settlement Association of America, VLSAA) ist die amerikanische Branchenorganisation, die diesen Geschäftszweig in der amerikanischen Politik vertritt. LISA fördert ethische und professionelle Normen unter ihren Mitgliedern und setzt sich für den Austausch von Fachwissen ein. Nähere Informationen finden Sie unter www.lisassociation.org.

Bundesverband Vermögensanlagen im Zweitmarkt Lebensversicherungen („BVZL")

Der Bundesverband Vermögensanlagen im Zweitmarkt Lebensversicherungen („BVZL") ist eine Vereinigung von Anbieter und Berater in Sache deutscher, englischer und amerikanischer Lebensversicherungen. Nähere Informationen finden Sie unter www.bvzl.de.


WEITERE BEGRIFFE


Die vollständige Übersicht aller Bezeichnungen und Begriffe aus der Life Settlement-Welt finden Sie in der alfabetischen Glossar.

Eine Übersicht der gängigen Abkürzungen der Branche finden Sie hier.

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