Weltweites Wachstum
Nachdem die Schwächen des Handels in „Viatical Settlements“ zu Beginn der 90er Jahre offenbar wurden, brach der Handel mit Versicherungsverträgen bis zu einem Schlummerzustand vollständig zusammen. Ende der 90er Jahre hatte man jedoch allmählich begriffen, dass das gleiche Prinzip auch bei älteren Amerikanern Anwendung finden konnte. Dies impliziert zwar eine langfristige Perspektive, jedoch gleichzeitig ein weniger großes Risikoprofil. Danach nahm der Handel mit Lebensversicherungen einen deutlichen Aufschwung. Zwar existieren keine offiziellen Zahlen über die Größe der Branche, aber die folgenden Schätzungen werden von einem Großteil der Sachverständigen geteilt:
Quelle: Psilo Vouno Mgt
Die Investitionen in Life Settlements im Jahre 2006 werden auf ca. 15 Milliarden US $ geschätzt und kommen nicht nur aus den Vereinigten Staaten, sondern auch aus Fonds weltweit (Europa, Australien und Südamerika).
Auf Grund der schnell wachsenden Nachfrage nach Policen entstand im Jahr 2005 ein Engpass im Angebot. Dies wiederum hatte einen schnellen Anstieg der Ankaufspreise zur Folge und damit eine Senkung der erwarteten Rendite. Dieser Trend hat sich 2006 fortgesetzt.
Allgemein wird davon ausgegangen, dass das Angebot an Policen auf Grund zunehmender Bekanntheit und Vertrautheit des Konzepts allmählich wieder steigt. Fiskale Maßnahmen des Staates, z. B. die beabsichtigte Abschaffung der „Estate Tax“ („Erbschaftssteuer“), können darüber hinaus das Wachstum zusätzlich stimulieren.
Eine Studie der
Wharton School an der Pennsylvania-Universität prognostizierte in einer Markteinschätzung vor einigen Jahren, dass der Markt für Life Settlements bis auf 100 Milliarden US $ anwachsen kann.
Bernstein Research berechnete das Potenzial bis auf 160 Milliarden US$.