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Ronald van de Langenberg
Life Settlement Consultant
Arnhemsestraat 94
6794 AL Leuvenheim,
Nederland

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Mob: +31 - 624 486 892
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Kosten der Anleger

Anbieter von Produkten berechnen oft die unterschiedlichsten Beträge für unterschiedliche Dienstleistungen. Beträge, die dem Fonds, dem SPV oder Ihnen direkt oft in Rechnung gestellt werden, sind:
  • Eintrittskosten, Agio, Prämie, Verwaltungskosten usw.
  • Kaufvergütungen
  • Margen auf Policen
  • Verwaltungskosten
  • Incentive oder (Out)performance Fees
  • Exkassokosten

Beträge, die Ihnen in Rechnung gestellt werden, können Fixbeträge sein. Meistens jedoch werden diese Beträge als Prozentsatz des Wertes der Anlage oder des Fondsvermögens ausgedrückt.

Für Anlagefonds gilt, dass der Anbieter im Anlageprospekt darlegen muss, welche Kosten in Rechnung gestellt und wie diese berechnet werden.

Jeder Fonds, jedes Produkt und jeder Anbieter hat selbstverständlich eine eigene Kostenstruktur. Logischerweise halten sich die Informationen über die Margen für die verschiedenen Komponenten in Grenzen. Aldi informiert Sie ja schließlich auch nicht über die Einkaufspreise. Andererseits können Finanzprodukte nun einmal nicht mit Produkten im Supermarkt verglichen werden, während die Preise von zehn Supermärkten sehr wohl miteinander verglichen werden können. Im Allgemeinen geht man davon aus, dass Anbieter von Finanzprodukten die Kosten, die Ihnen in Rechnung gestellt werden und Ihre Rendite, transparent darstellen müssen.

Selbstverständlich kann man davon ausgehen, dass die Kostenstruktur „unter der Motorhaube“ für Sie nicht so interessant ist, weil es Ihnen in erster Linie darum geht, was unter dem Strich herauskommt. Zu Recht natürlich. Dennoch wollen Sie, ob Sie jetzt Groß- oder Kleininvestor sind, natürlich auch wissen, wie ihre Rendite ohne die Kosten aussehen würde. Auch Sie werden wissen wollen, ob die Kosten in einem angemessenen Verhältnis zu dem „Mehrwert“ des Anbieters und den Risiken, die dieser Anbieter von Ihnen übernimmt, stehen. Zugleich gilt jedoch auch, dass umsonst nur die Sonne aufgeht.


Provisionen, Agio und andere Einstiegskosten

Als Faustregel gilt, dass Provisionen, Agios und andere prozentuale Einstiegskosten dazu verwendet werden, die Provisionen des Vermittlers, der Sie vermittelt hat, zu zahlen bzw. dem Verkäufer, der Ihnen geholfen hat, einen Bonus zu geben. Da die Arbeit, die ein Verkäufer zu leisten hat, in der Regel nicht von der Höhe der Investition abhängt, können Sie bei wirklich großen Beträgen durchaus Vereinbarungen bezüglich der Kosten treffen. Ob der Verkäufer Ihnen nun eine Obligation von 50.000 US $ oder von 500.000 US $ verkauft, der Arbeitsaufwand wird wohl kaum größer oder kleiner sein. Man kann sich daher fragen, ob eine 10-fach höhere Vergütung gerechtfertigt ist.

Dies gilt für alle Finanzprodukte: Bei Gesprächen mit Vermittlern zeigt sich immer wieder, dass es inzwischen immer üblicher wird, offen über das Honorar des Vermittlers zu reden. Wenn Sie danach fragen, müssten Sie eine ehrliche Antwort bekommen. Versicherungsagenten müssen sich allerdings immer noch daran gewöhnen, offen über die Vergütung zu sprechen. Manchmal versuchen sie, sich vor einer Antwort zu drücken. Am Ende des Gesprächs wird Ihnen ohnehin klar sein, dass er/sie, wenn er/sie Ihnen ein Produkt verkauft, einen Anspruch auf eine Vergütung hat.


Kaufvergütungen und Margen

Die Kaufvergütungen und/oder Margen auf Policen sind oft Einnahmequellen für Anbieter, die im Hintergrund agieren. Ein Beispiel: Eine Police von einer Million US $ mit einer LE von vier Jahren. Die Prämien lassen wir außer Betracht. Wenn der Anbieter diese Police zu einem IRR von 14 % kauft und Ihnen diese Police zu einem IRR von 10 % anbietet (beide nach der einfachen Methode), beträgt seine Marge: 620.900 US $ (Investition) - 519.400 US $ (Kauf) = 101.500 US $ (d. h. 16 % Ihrer Investition). Je länger die LE wird, desto größer wird die absolute und prozentuelle Vergütung. Dasselbe Beispiel, jedoch ausgehend von einer LE von 10 Jahren, ergibt folgende Marge: 385.500 US $ (Investition) - 269.750 US $ (Kauf) = 115.750 US $ (Marge). Das entspricht einer Vergütung von 30 % (!!!).

In den meisten Fällen ist es zu bevorzugen, dass Anbieter deutlich sagen, was sie beim Kauf von Policen verdienen, z. B. 5 % des Kaufwertes. Wenn bei unter eigener Verwaltung stehenden Anbietern gekauft wird, können Sie mit großer Sicherheit davon ausgehen, dass von der Marge viel abgesahnt wird (soweit dies der Markt noch zulässt).


Verwaltungskosten

Mit den Verwaltungskosten hält der Anbieter die Struktur bis zum Ablaufen der letzten Police aufrecht. Die Verwaltungskosten variieren von 2 bis 5 %. Dies ist bedeutend höher als bei den meisten „Standard“-Anlagefonds. Die meisten Anlagefonds handeln jedoch mit kontrollierten Standardprodukten mit transparenten Preisen, effizienten Märkten, Ratings, Analystenberichten und „last but not least“ mit einem großen Volumen. Dies alles trifft jedoch (noch) nicht auf Life Settlements zu. Darüber hinaus erfordern Life Settlements die nötige „Wartung“ im Sinne von Prämienzahlung und Überwachung und Tracking des Versicherten.

Im Hinblick auf den Mechanismus der Verwaltungskosten sind zwei wichtige Dinge zu beachten. Da die meisten Parteien eine „Buy and Hold“-Strategie verfolgen, muss die Verwaltung so lange andauern, bis die letzte Police ausgezahlt wurde. Dies hat zur Folge, dass die Verwaltung am Ende fast per Definition ein Verlustgeschäft darstellt. Der ganze Apparat muss ja schließlich aufrecht erhalten werden, inklusive fixen Vergütungen für Trustees, andere Dienstleister und eigene Leute, während die Verwaltungskosten nur noch auf Basis der einen, letzten Police verrechnet werden, z. B. 2 % von 500.000 US $ = 10.000 US $.

Weiter ist auch das Verhältnis Vergütung – Bewertung der Police von Bedeutung. Es ist logisch, dass die Verwaltungskosten auf Basis des „Assets under Mangement“ (Fondsvermögen) berechnet werden. Aber wie bestimmt man dieses Portfolio z. B. nach 3 Jahren? (Mehr hierzu beim Thema „Bewertung“.) Eine aggressivere Bewertungsmethode, z. B. als Zero-Bond auf LE, führt automatisch zu einer höheren Bewertung des Portfolios und somit zu höheren Einkünften für den Anbieter.

Der Kunde sollte daher auf die angewandte Bewertungsmethode achten und sich darüber informieren, wie die Verwaltung am Ende der Zeit, also dort, wo die Verwaltung zum Verlustgeschäft wird, gehandhabt wird. Die Antwort liegt übrigens auf der Hand: Inzwischen ist schon wieder einige Zeit vergangen und wir verwalten auch andere Portfolios … Es bleibt jedoch die Frage, ob die Investoren dazu bereit sind, Ihr Portfolio zu subventionieren.


Incentive oder (Out)performance Fees

Im Allgemeinen sind Performance Fees eine gute Methode, um den Anbieter für seinen Erfolg zu belohnen. Wenn Performance Fees jedoch Teil der Erträge sind, die notwendig sind, um die Kosten zu decken, handelt es sich eindeutig um ein ungesundes Produkt. Ausbleibender Erfolg könnte ja schließlich zum Bankrott eines Anbieters führen und somit katastrophale Folgen haben. Performance Fees müssen Teil des Gewinns eines Anbieters sein. So sind sie eine gute Methode, um dem Anbieter ein Incentive zu geben, damit er den bestmöglichen Ertrag herausholt. Inwieweit der Anbieter dies in der Hand hat, ist jedoch offen. Die Frage, ob ein Portfolio bessere Renditen bringt als erwartet, ist 1. davon abhängig, wie hoch die Erwartung ist und 2. was die wirklichen Laufzeiten sein werden. Die zweite Komponente kann der Anbieter nicht beeinflussen, dies ist einerseits eine Frage der Qualität der Life Expectancies und der Streuung bzw. des Glücks oder Pechs andererseits. Die erste Komponente kann man sehr wohl beeinflussen. Es ist gut, wenn die Performance Fees erst in dem Moment gültig werden, in dem die versprochenen Renditen überschritten werden. Auf diese Weise kommt ein Anbieter nicht in Versuchung, zu hohe Renditen zu versprechen.

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