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Ronald van de Langenberg
Life Settlement Consultant
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Nederland

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Art der Lebensversicherung

Es gibt verschiedene Arten Lebensversicherungsverträge. Manche Verträge beinhalten eine lebenslange Deckung, andere eine zeitlich begrenzte (z. B. 70 Jahre), manche Verträge sind Teil eines kollektiven Vertrags und werden auf den am längsten Lebenden abgeschlossen.

Es ist von großer Wichtigkeit, über die Art der Versicherung Bescheid zu wissen und zu wissen, wann welche Auszahlung erfolgt, und wie während der Laufzeit die Prämienfestlegung aussieht.


Arten von Policen

Eine aktuelle Studie von Life Policy Dynamics über Policen, die im Jahr 2006 verkauft wurden, zeigt folgendes Bild:
 
Handel in soorten verzekeringspolissen
 
Es handelt sich um eine Stichprobe auf Basis von 168 Policen. Sie ist also nicht wirklich repräsentativ. Das Bild, das sich darin zeigt, spricht aber eine deutliche Sprache. Weitaus die meisten Policen, die als Life Settlement verkauft werden, sind Universal-Life-Policen. Alle anderen Policenarten bergen oft zusätzliche Risiken oder Komplikationen, wie die Überlebenspolicen („survivorship“ oder auch „second-to-die“ genannt) oder Term-Life-Policen.


Term Life Insurance

Zeitlich begrenzte Verträge werden in der Regel als „Term Life Insurance“ bezeichnet. Typische Term-Life-Verträge sind zum Beispiel die so genannten „Keyman“-Versicherungen, mit denen sich Unternehmen gegen das Risiko des plötzlichen Ablebens eines ihrer wichtigsten Mitarbeiter versichern.

Diese befristeten Versicherungsverträge werden auf eine bestimmte Dauer abgeschlossen, zum Beispiel auf 30 Jahre, parallel zur Tilgung einer Hypothek oder bis zum Alter von 70 Jahren bei einer „Keyman“-Police. Danach verfällt die Police. Term-Life-Insurance-Policen sind deshalb weniger als Anlageobjekte geeignet.

Die Prämien einer Term Life Insurance sind natürlich niedriger als die einer dauerhaften Versicherung. Bei einer Term Life Insurance gehen sowohl der Versicherer als auch der Versicherte davon aus, dass die Police nicht ausbezahlt wird, sofern nicht ein unwahrscheinlicher Fall eintritt.

Wenn der Versicherte die Laufzeit der Versicherung überlebt, verliert der Anleger seine Investition. Dass trotzdem Term-Life-Policen in Life Settlement-Portfolios vorkommen, hat damit zu tun, dass das Risiko der Nichtauszahlung in den Kaufpreis einfließt. Wenn das Portfolio groß genug und die Kaufpreise niedrig genug sind, können diese Policen immer noch zur Rendite beitragen.

Das Risiko von Term Life Policen, dass man seine Investition verliert, ist für die meisten Fonds zu groß, um diese Anlageform in Betracht zu ziehen. Policen können manchmal verlängert werden, aber das führt meistens zu progressiv steigenden Prämien, sodass eine Verlängerung der Policen schnell teuer wird.


Whole Life Insurance

Die Whole Life Insurance ist eine dauerhafte Lebensversicherung, also eine Versicherung, die mit dem Ziel abgeschlossen wird, zu gegebener Zeit ausgezahlt zu werden. Die Whole Life Insurance kennzeichnet sich durch vorab vereinbarte Fixprämien und einen vorab vereinbarten fixen Rückkaufswert. Der Vorteil dieser Versicherungsform ist die dauerhafte Sicherheit der Prämienhöhe und Deckung. Änderungen bei den Zinsen, Anlagerenditen und Sterblichkeitstabellen haben keine Auswirkungen auf die Prämien.

Der Vorteil der fixen Prämien ist jedoch mit dem Nachteil der Unflexibilität der Prämien verbunden. Diesen Nachteil lassen die Versicherer als ein Risiko in die Prämienfestlegung einfließen. Die mangelnde Flexibilität und die oft garantierten, aber auch niedrigeren Renditen auf den Cash Value sorgen für höhere Prämien bei einer Whole Life Insurance im Vergleich zu der Alternative Universal Life Insurance.

Beim Konzept der Whole Life Insurance gibt es verschiedene Varianten, die die Anrechnung einer Anlagerendite ermöglichen, etwa die vorübergehende Prämienbefreiung oder Erhöhung des versicherten Betrags.

Eine Whole Life Insurance ist im Gegensatz zu vielen europäischen Lebensversicherungen eine „reine“ Versicherung. Sie deckt nämlich das Risiko des Ablebens zu jedem Zeitpunkt. Die meisten „europäischen“ Lebensversicherungen würden in den Vereinigten Staaten als „Endowment“-Policen bezeichnet werden, da dabei Kapital bis zu einem gewissen Alter (z. B. 65 Jahre) gespart wird. Dabei wird das Risiko des vorzeitigen Ablebens versichert. Die wichtigste Komponente ist in Wirklichkeit aber das Sparen.

Die Prämienfestlegung einer Whole Life Insurance erfolgt auf Basis der Wahrscheinlichkeit, dass in einem Jahr ausgezahlt werden muss, und der Höhe des Betrags, der ausgezahlt werden muss. Da das Risiko des Ablebens mit zunehmendem Alter steigt, müsste auch die Prämie mit den Jahren ansteigen. Um die Prämienkurve flach oder gestaffelt zu halten, werden in den ersten Jahren Teile der Prämie im so genannten „Cash Value“ sozusagen angespart. Der auszuzahlende Betrag ist deshalb in Wirklichkeit der versicherte Betrag minus dem Rückkaufswert („Cash Value“), der bereits in der Police aufgebaut wurde.

In Höhe des Rückkaufswerts („Cash Value“) einer Whole Life Insurance kann oft ein Kredit aufgenommen werden. Das reduziert aber die zukünftige Auszahlung beim Ableben, sofern er nicht zurückgezahlt wird.

Mehr Informationen über Whole Life Insurance…


Universal Life Insurance

Die meisten Life Settlement-Transaktionen betreffen Universal Life Insurance-Policen. Sowohl Whole Life als auch Universal Life Insurance haben eine Deckung, die prinzipiell weiterläuft, solange ein Kunde die Prämie bezahlt.

Die Universal Life Insurance ist die moderne Variante der Whole Life Insurance. Im Vergleich damit bietet eine Universal Life Insurance ein viel höheres Maß an Prämienflexibilität und deshalb auch einen flexiblen Cash Value. Zwecks Erläuterung des Prinzips kann man den Cash Value am besten mit einem Bankkonto vergleichen. Die Prämien, die gezahlt werden, sind, genauso wie die Zinserträge, Einzahlungen auf das Konto, und die Kosten des Versicherers sind die Entnahmen von diesem Konto. Diese Kosten umfassen die Deckung des Risikos, dass der Versicherte im betreffenden Jahr möglicherweise stirbt, sowie die Verwaltungskosten und Aufschläge für den Versicherer.

Die Prämienfestlegung bei dieser Policenart wird eigens beschrieben werden, dennoch sollte festgehalten werden, dass vor allem zwei Faktoren die „Cost of Insurance” beeinflussen:
  • die Sterblichkeitsraten und deren Entwicklung
  • die Renditen und Zinsen der veranlagten Prämien

Universal Life-Policen haben ein sehr großes Ausmaß an Freiheit, wenn es um Prämieneinzahlung geht. Die Hauptregel ist, dass der Cash Value niemals negativ sein darf, weil die Police sonst verfällt. Daneben kann ein Versicherter beschließen, einen großen Betrag auf einmal einzuzahlen und dann Prämienurlaub zu nehmen oder sich Beträge aus dem Cash Value wieder zu leihen usw. 

Auch bei der Beendigung ist die Universal Life Insurance flexibel. Eine Whole Life Insurance ist im Prinzip ein Vertrag, der permanent gilt. Eine Universal Life Insurance verfällt schlichtweg, wenn der Cash Value „aufgebraucht" ist und/oder die Prämien nicht für die Deckung der Versicherungskosten reichen.

Als die Versicherer sehr hohe Renditen mit ihren Anlagen erzielten und daher den Cash Values hohe Renditen zuschreiben konnten, stieg die Zahl dieser Versicherungen rasant an. Besteuerte Zinseinkünfte konnten gegen steuerfreien Prämienurlaub getauscht werden, ohne dass der versicherte Betrag angegriffen werden musste. Natürlich gibt es dabei einige Regeln, um Missbrauch zu verhindern.

Die Flexibilität der Prämienfestlegung macht es für Life Settlement-Anbieter schwierig, die richtigen Prämien zu berechnen. Schließlich können sinkende Zinsen für höhere Prämien sorgen, und sogar die Überarbeitung der Sterbetabellen kann einen Einfluss auf die zukünftigen Prämien haben. Mehr hierzu beim Teil „Prämienmanagement“.

Nähere Informationen über Universal Life Insurance ....


Variable Life Insurance

Diese Form der Versicherung umfasst Policen, bei denen der Versicherte bestimmen kann, wie die Versicherungsgesellschaft die Prämien (oder den Sparanteil) veranlagt. Die Investitionen ergehen häufig in teilweise notierte Anlagefonds. Die Renditen dieser Anlagen führen zu „Überzinsen", die am Ende der Laufzeit ausgezahlt werden oder während der Laufzeit für niedrigere Prämien sorgen.

Da man mit einer Variable Life Insurance in Wirklichkeit in ausgewählte zugrunde liegende Fonds investiert, wird diese Versicherungskategorie vom SEC (Stock Exchange Comittee) als „Effekt” betrachtet. Dies hat Folgen für die Handelbarkeit. Die Affäre um MBC im Jahr 2004 kam unter anderem ins Rollen, weil MBC ohne Genehmigung mit dieser Art von Versicherungen handelte.

Näheres Bericht der FINRA ....

Kollektive Verträge

Policen, die Teil eines kollektiven Vertrags sind, sind häufig Term Life-Policen. Auch andere Policen kommen übrigens in kollektiven Verträgen vor. Ein zusätzliches Risiko bei Policen, die Teil eines kollektiven Vertrags sind, ergibt sich daraus, dass Folgen für die Prämienberechnung und diverse andere Konsequenzen entstehen können, wenn diese Policen später doch noch individuell gemacht werden. Die Prämienfestlegung ist bei kollektiven Verträgen logischerweise viel niedriger als bei individuellen Verträgen. Wenn eine Police, die Teil eines kollektiven Vertrags ist, angeboten wird, ist dies ein wichtiger Aspekt für eine genauere Analyse. Leider ist es im Vorfeld häufig unmöglich, sich bereits ein Bild von den zukünftig bevorstehenden Prämienerhöhungen zu machen. Außerdem können noch zahlreiche andere Risiken eine Rolle spielen, darunter gewisse kollektive Bestimmungen, Änderungen im Kollektiv und deren Folgen für die Police, Beschränkungen für die Übertragung in einen individuellen Vertrag („Conversion Cap”) und ein neues „Beginndatum” bei der Übertragung mit einer neuen Contestability-Periode.

Policen aus einem kollektiven Vertrag müssen daher vorzugsweise zuerst individuell gemacht werden, bevor die Rede von irgendeiner Handelbarkeit sein kann.

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