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Ronald van de Langenberg
Life Settlement Consultant
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Prämienverwaltung

Die beste Art der Anlage in Life Settlements sind Fonds, die eine gute Streuung über eine große Anzahl Policen bieten. Wenn der Fondsmanager noch dazu aktiv das Prämienmanagement übernimmt, kann das zu besseren Renditen ohne zusätzliches Risiko führen.

Garantien

Wenn Sie in individuelle Policen investieren, müssen Sie wissen, wie Ihr Anbieter mit der Bezahlung von Prämien umgeht. Hier muss die Zuverlässigkeit nämlich garantiert sein. Ohne Bezahlung der Prämien verfällt die Police und damit Ihre Investition nämlich. Die Sicherheit einer Fortsetzung der Prämienzahlung muss deshalb klar in Ihrem Vertrag festgelegt sein. Auf welche Weise auch immer hier vorgegangen wird, in den meisten Fällen resultiert es in großen Barreserven zur Garantie der Prämienzahlung, die sich naturgemäß kaum rentieren. Beachten Sie außerdem, dass die Barreserven groß genug sein müssen, um auch die Jahre nach Ablauf der Lebenserwartung zu decken.

Bei einem Anlagefonds mit gefächertem Portfolio hat der Fondsmanager viel bessere Möglichkeiten, die Prämien zu verwalten. Deshalb wird ein gefächerter Fonds so gut wie immer eine höhere Rendite abwerfen als individuelle Policen.

Bei einem Anlagefonds mit Life Settlements kann das Portfolio eine Mischung aus Policen mit kurzer Laufzeit und Policen mit langer Laufzeit sein. So können die Auszahlungen der Policen mit kurzer Laufzeit zur Zahlung der Prämien der Policen mit langer Laufzeit eingesetzt werden. Das ermöglicht einen um ca. 50 bis 80 % höheren Investmentgrad. Wenn dem Fondsmanager eine aktive Verwaltung ermöglicht wird, erhöhen sich die Sicherheiten. Sobald der Fondsmanager die Prämienreserve erhöhen will, kann er Policen verkaufen und sein Portfolio anpassen. Umgekehrt kann er eine zusätzliche Rendite erzielen, indem er überschüssige Mittel wieder anlegt (je nachdem, ob das im Rahmen seines Auftrags liegt).

Die Botschaft lautet in all diesen Fällen, dass der Anbieter von Life Settlement-Investitionen garantieren muss, dass keine Policen wegen mangelnder Rücklagen für die Bezahlung der Prämien verfallen.


Höhe der Prämie

Der Eigentümer einer Police kann beim Versicherer eine Prämienübersicht („premium illustration“) anfordern. Diese Übersichten werden beim Kauf einer Police in der Regel mitgeliefert. Die Prämienübersichten sind jedoch nicht immer so konstant, wie es scheint. Oft erhält man auch mehrere Übersichten mit mehreren Beträgen, sodass der Eindruck entstehen könnte, dass man bei gleicher Deckung selbst wählen kann, wie viel Prämie man bezahlt.

Um die Höhe der Prämie zu verstehen, muss erst festgestellt werden, um welche Art von Versicherungsvertrag es sich handelt. Eine Whole Life Insurance hat normalerweise eine vertraglich festgesetzte Fixprämie. Das vereinfacht das Rechnen.

Die meisten Life Settlements betreffen jedoch Universal-Life-Policen. Diese Verträge haben eine flexible Prämienstruktur. Das bedeutet, dass es keine Sicherheit über die Prämienhöhe gibt, schon gar nicht langfristig. Kurzfristig lassen Versicherer oft über die Höhe der Prämie und die Anzahl Jahre, für die diese festgelegt wird, mit sich sprechen.


Zusammensetzung der Prämie

Allgemein bestehen Prämien für Lebensversicherungen aus drei Komponenten:
  • den Versicherungskosten („cost of insurance“)
  • einer Cash- oder Sparkomponente
  • Verwaltungskosten

Die Kosten der Versicherung decken das Risiko, dass der Versicherer innerhalb der Deckungszeit auszahlen muss. Dies kann am besten anhand eines Zahlenbeispiels illustriert werden. Als vereinfachtes Beispiel sei angenommen, dass die allgemeine Sterblichkeitstabelle CSO 2001 angibt, dass von 1000 männlichen Nichtrauchern 3,76 im Alter von 75 Jahren sterben. Wenn man von anderen Faktoren absieht, betragen die Versicherungskosten einer solchen Person 3,76 Promille des versicherten Betrags. Also beispielsweise 3,76 Promille von 500.000 US $ = 1.880 US $.

Weiter werden die Versicherungskosten von der Höhe des Cash Values und seinen Renditen beeinflusst. In den meisten Verträgen ist festgelegt, dass der Versicherer nur den versicherten Betrag auszahlt. Der Versicherer muss deshalb nur die Differenz versichern. Angenommen, der Cash Value beträgt in unserem Beispiel 100.000 US $, dann muss der Versicherer nicht 500.000 sondern nur 400.000 USD $ auszahlen, wodurch sich auch die Versicherungskosten um 20 % reduzieren.

Es ist logisch, dass die Kosten einer Versicherung mit dem Alter der versicherten Person stark zunehmen. Denn jedes Jahr steigt die Wahrscheinlichkeit des Ablebens dieser Person. Allgemein enden die Prämien bei 100 Jahren.

Die Cash- oder Sparkomponente ist bei europäischen Lebensversicherungen meist die wichtigste Komponente der Versicherungsprämie. Amerikaner sprechen bei dieser Art von Kapitalpolicen von „endowment policies“. Diese Policen werden zum Beispiel im Alter von 65 Jahren ausgezahlt.

Bei Universal-Life-Policen gibt es keine Sparkomponente, sondern eine Cash-Komponente. Damit im höheren Alter die Prämien nicht zu stark ansteigen, wird oft in jüngeren Jahren eine Art Prämienreserve durch den Cash Value aufgebaut. Der Cash Value kann im Grunde als eine Art Bankkonto betrachtet werden, auf das Prämien und Zinserträge eingezahlt werden und von dem Gelder für die Bezahlung der Versicherungskosten („cost of insurance“) und der Spesen abgezogen werden.

Für viele Amerikaner ist es finanziell interessant, viel in den Cash Value einzuzahlen, da man damit von der Anlagerendite des Versicherers profitieren kann und dieser Gewinn unter Umständen steuerfrei ist.

Für Anleger ist der Cash Value im Allgemeinen weniger interessant, da er oft beim Versicherer bleibt, wenn die Police ausgezahlt wird.

Die dritte Komponente des Prämienaufbaus sind die Verwaltungskosten, die der Versicherer für die Administration, Einzüge und Auszahlungen, usw. berechnen darf. Die meisten Universal-Life-Policen sind in ihrer Kostenstruktur sehr transparent.


Prämienpolitik

Zum Zeitpunkt des Kaufs einer Police hat diese einen bestimmten Cash Value und eine bestimmte Prämienfestlegung. Oft werden diese Werte vor dem Kauf zur Kalkulation der erhofften Renditen herangezogen. Nachdem die Police aber übertragen wurde, kann die Prämienpolitik geändert werden, vor allem in Situationen, in denen ein starker Cash Value vorliegt.

Dabei können die verschiedensten Fälle eintreten, z. B.: Prämienherabsetzung zulasten des Cash Values der Police; Prämienfixierung für längere Zeit, um einen zu starken Anstieg innerhalb der Lebenserwartung zu vermeiden; usw.

In Amerika beschäftigen sich viele Aktuare mit der Entwicklung von Modellen für ein optimales Portfoliomanagement. Das Optimieren der Prämien kann ein wichtiger Bestandteil dessen sein.

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